Google+ Unternehmensseiten: vermutlich Nutzen+, aber definitiv Aufwand+

Die Einen freut es – den Anderen ist es heute bereits zu viel.

Google+ UnternehmensseitenMit Google+ Unternehmensseiten kommt eine weitere Möglichkeit zur Kundenkommunikation hinzu. Damit schreitet die Fragmentierung der Kommunikationskanäle schnell weiter voran. Wir haben als Kunden ein noch größeres Angebot an Webdiensten und nutzen eine von uns präferierte Auswahl.

Die fortschreitende Fragmentierung ist eines der schwierigen Themen im Online-Umfeld – gerade für kleine Unternehmen. Die Unterstützung zusätzlicher Kommunikationsdienste verursacht extra Investitionen und nimmt zusätzlich Zeit in Anspruch – nicht nur bei der Einrichtung, sondern insbesondere auch im Betrieb.

Wir von on2off entwickeln unsere Plattform, damit kleine und mittelständische Unternehmen diese Herausforderungen heute und in Zukunft besser in den Griff bekommen.

Das Werbevideo erzählt eine interessante Geschichte (englisch, aber mit deutschen Untertiteln). Das Aushängeschild vieler kleiner Unternehmen – die Persönlichkeit des Unternehmers – hat mit Hilfe von Google+ eine gute Chance, auch in die Online-Welt transportiert zu werden.

Google+ Unternehmensseiten ähneln auf den ersten Blick den Facebook Fanseiten. Die Art der möglichen Kommunikation erscheint jedoch sehr viel mächtiger – aber auch um einiges komplizierter (“Kommunizieren Sie mit den richtigen Personen”). Hangouts ermöglichen für einige Unternehmen sicherlich ganz neuartige Angebote. Wir werden es erleben.

Eins ist sicher: mit Google+ Unternehmensseiten gibt es nun einen zusätzlichen interessanten Kanal, der allerdings auch zusätzlich umhegt und gepflegt werden will…
P.S.: kurze Fragen, wie wollen Sie mit Google+ Seiten und Facebook Fanseiten in Zukunft umgehen?

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Warum Leute Checkin Dienste nutzen – Ergebnisse einer Umfrage zu FourSquare

Die enorme Anzahl und Vielfalt an Internetdiensten, die wir zur Auswahl haben, provoziert nicht selten Fragen in der Art “Wer braucht sowas?” oder “Was bringt das?”

Sehr kontrovers werden insbesondere auch die “Checkin”-Dienste diskutiert. Die bekanntesten sind FourSquare und Gowalla, später kamen Google Latitude, Facebook Places, Qype, Yelp sowie das deutsche Startup FriendTicker und einige andere hinzu. Nutzer können damit ihren Freunden gezielt mitteilen, wo sie sich gerade befinden. Das ist sicher nicht jedermanns Sache – aber wir wollten einmal von aktiven Nutzern wissen was daran so toll ist.

Dazu habe ich vor ca. 4 Wochen eine kleine – absolut nicht repräsentative – Umfrage unter lokalen FourSquare Nutzern gestartet. Ansonsten gibt es leider fast nur Zahlen aus USA. Allerdings “tickt” Deutschland in Sachen Internet doch oft anders und hängt in der Nutzung neuer Dienste meist auch eine Weile hinterher.

Nun zu den Ergebnissen mit Zwischenstand 23.09.2011 (die Umfrage ist weiterhin aktiv). Bevor wir uns die Zahlen anschauen, möchte ich kurz auf die Kommentare eingehen. Diese zeigen viel besser die Motivation der Nutzer, FourSquare einzusetzen.

Motivation FourSquare zu nutzen

Motivation FourSquare zu nutzen (http://j.mp/qBWuwq)

“Spaß” steht an erster Stelle, dazu kommt der Austausch von “Tipps” unter “Freunden” – auch Spielelemente werden genannt: “Mayorship” (die Nummer 1 zu sein in einer Lokation) und “Badges” (Medaillen, die für bestimmte Errungenschaften vergeben werden). Auch “Neugierde” und “Spieltrieb” spielen eine Rolle, gerade in unbekannten Umgebungen.

Es zeigt sich: der Nutzen wird in erster Linie qualitativ wahrgenommen. Natürlich werden auch Rabatte und Aktionen als Thema genannt – aber eher als gern gesehener Zusatz. Interessant ist auch das mehrmals genannte Argument der Analyse und Statistik. So fragt sich ein Nutzer: “Wo bleibt die ganze Kohle beim Weggehen?”

Nun zu den Zahlen.

Nutzung von FourSquare in Deutschland (Verwendung mit CC-BY)

Nutzung von FourSquare in Deutschland (Verwendung mit CC-BY)

Insgesamt besteht das Netzwerk der 25 Umfrage-Teilnehmer aus 1.450 FourSquare Nutzern. Jeder Freundeskreis besteht durchschnittlich aus 58 Teilnehmern (das Größte aus 263). Von denen sind immerhin 2/3 auch aktiv (mind. 1 Checkin in 7 Tagen) und 1/3 sogar ziemlich emsig (haben mindestens 30 Punkte). Zwei Teilnehmer an der Umfrage nutzen FourSquare nicht (mehr). Als Kommentar gaben sie den für sie fehlenden Nutzen an (ihre Netzwerke waren gleichzeitig auch die kleinsten unter den Teilnehmern).

Das bedeutet – die Netzwerke der Umfrageteilnehmer sind ziemlich aktiv. Ein Checkin hat die Chance, auch von 20-40 weiteren Nutzern wahrgenommen zu werden. Ich selbst habe mich schon dabei erlebt, gezielt Plätze nachzuschlagen, die Freunde aus meinem Netzwerk besucht haben, um selbst auch mal dahin zu gehen.

Was könnte ein Fazit sein?

Als Unternehmer den quantitativen Nutzen von FourSquare genau in Euro und Cent zu ermitteln ist nicht ganz einfach. Dafür gibt es bislang noch zu wenig belegbare Zahlen. Aus unserer Sicht stecken wir derzeit in einer klassischen “Henne-Ei”-Problematik: Noch fehlen vielen der heutigen Nicht-Nutzer konkrete Anreize zur Nutzung von Checkin-Diensten und Unternehmer setzen sie bislang – aus Unkenntnis oder Skepsis – zurückhaltend ein.

Wir sind überzeugt, dass Checkin-Dienste sehr wohl einen interessanten und zusätzlichen Marketingkanal darstellen. Unternehmen können auf günstige Art und Weise eine gut vernetzte, neugierige und interessierte Zielgruppe erreichen. Wichtig ist, dass sich der Aufwand für die Einrichtung und den Betrieb der Dienste in Grenzen hält. Dann haben Unternehmer und Kunden die Chance neue innovative Dienste schon frühzeitig erfolgreich einzusetzen.